Was wir tun

Wir helfen Menschen mit Fluchterfahrung den passenden Job, Ausbildungs- oder Studienplatz zu finden – mit einem Mix aus Coaching, Berufsberatung und zielgerichteter Vermittlung. Unsere zumeist längerfristige Unterstützung (bis zu 1 Jahr) umfasst auch die Hilfe bei der Anerkennung von Zeugnissen und die persönliche Begleitung zu Hochschulen, Bildungsinstitutionen und relevanten Ämtern.

Beruflicher Einstieg und Integration funktionieren dort besonders gut, wo sich Menschen begegnen: im Laden nebenan, beim Handwerksbetrieb oder im Café um die Ecke. Deswegen akquirieren wir gezielt lokale Arbeitgeber und Einsatzstellen für Praktika und Hospitationen.
Im Sinne des Empowerments vermitteln wir Kompetenzen für Jobsuche, Recherche, Lernen und stellen dafür eine Sammlung relevanter links bereit.
Wir arbeiten eng mit Einrichtungen der Geflüchtetenhilfe zusammen. So erreichen wir auch geflüchtete Frauen oder Menschen aus selteneren Herkunftsländern.

Was wir bisher erreichen konnten

Seit unserer Gründung im Januar 2018 haben wir 33 Geflüchtete aus 12 verschiedenen Ländern von Syrien bis Myanmar dabei unterstützt, beruflich Fuss zu fassen.

Die meisten Coachees begleiten wir länger als sechs Monate, 21 haben wir bis jetzt in Arbeit, Ausbildung, Umschulung oder Studium vermittelt. Für einen nachhaltig gelingenden Berufseinstieg stehen wir auch während der ersten Monate danach an ihrer Seite.

Coachees bisher
Vermittlungen in Arbeit, Ausbildung, Studium
Coachees aktuell

Wen wir unterstützen können

Geflüchtete in Berlin (insbesondere Friedrichshain-Kreuzberg), die neben einer passenden beruflichen Perspektive auch die Verbesserung ihrer Computerkenntnisse erreichen möchten, steht die Teilnahme an unserem geförderten Projekt digicom.work offen.

Ein kürzeres, intensives Coaching per Jobcenter-Gutschein (AVGS) kann durch unseren Partner verMITTELPUNKT erfolgen. Wir unterstützen beim Coaching, beraten zu migrations- und integrationsspezifischen Aspekten und stellen ggf. Kontakt zu kooperierenden Arbeitgebern her.

Nach unseren Möglichkeiten und mit Hilfe von Spenden können wir auch Menschen außerhalb Berlins oder ohne Jobcenter-Leistungsbezug unterstützen.

Unsere Vision ist, dass geflüchtete Menschen ganz selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilhaben und die Zukunft in unserem Land aktiv mitgestalten. 

Wer wir sind

Dirk Bartels

M.A. Leitung-Bildung-Diversität
Dipl. Sozialpäd. (FH); zertif. Trainer (TGB)

In der Arbeit mit Menschen habe ich immer wieder erfahren, wie wichtig es ist, sich mit den eigenen Fähigkeiten beruflich einbringen zu können und dafür Wertschätzung zu erfahren.
Gerade für Geflüchtete sind die Hürden jedoch besonders hoch dafür: andere Sprache und Kultur, fehlende Zeugnisse, nicht anerkannte Abschlüsse und oftmals keine Bewerbungserfahrung. Gleichzeitig sind viele Flüchtlinge besonders motiviert, für sich selbst zu sorgen. Mit LokalWerk soll es für Geflüchtete und Unternehmer*innen leichter sein, zueinander zu finden und Erfolg zu haben im gemeinsamen tun.

Susanne Brehm

Coach/Mediatorin (univ.)
Dipl. Sozialpäd. (FH)

Integration kann in meinen Augen nur gut funktionieren, wenn wir den neu zu uns gekommenen Menschen, Möglichkeiten eröffnen und Chancen bieten sich in die Gesellschaft einzubringen. Viele Unternehmer*innen wollen genau dies tun: geflüchteten Menschen eine Tür öffnen, im Hier ankommen und die Zukunft mitgestalten lassen. Als Teil von LokalWerk möchte ich Brückenbauerin sein, die beide Seiten miteinander verbindet.

Nachhaltigkeit als Unternehmen

Nachhaltiges Handeln ist uns auch als kleines Unternehmen wichtig. Deswegen beziehen wir grünen Solarstrom vom Dach über BEA Kiezstrom, nutzen gebrauchte IT , hosten unsere Webseite ökologisch-fair auf manitu.de und verwenden nachhaltiges Verbrauchs- und Büromaterial, etwa von Goldeimer oder Memo.
Unser Konto haben wir bei der ethisch-nachhaltigen Triodos Bank, die nur Unternehmen und Projekte in den Bereichen Energie und Umwelt, Bildung und ökologische Landwirtschaft finanziert. Investitionen in Rüstungsfirmen, Rohstoff- und Nahrungsmittelspekulation sind ausgeschlossen – ein wichtiges Kriterium, um Fluchtursachen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Unsere Räume

Seit Frühjahr 2019 befinden sich unsere Coaching- und Workshopräume in einem Neubau der Wohnungsbaugenossenschaft wbv Neukölln eG. Die direkt am früheren Mauerstreifen zwischen Ost und West gelegenen Räume sind ebenerdig zugänglich und werden gerade auch von unseren Coachees für ihre Ruhe und Helligkeit sehr geschätzt.

Unsere Unterstützer und Partner

Seit unserem Projekt >startlocal>>> kooperieren wir mit dem Bezirklichen Bündnis für Wirtschaft und Arbeit in Friedrichshain-Kreuzberg. Das Bündnis ist ein freiwilliger und unabhängiger Zusammenschluss von Akteur/innen der lokalen Wirtschaft, der Arbeitsmarktpolitik und der Verwaltung, die ihre Kräfte und Mittel bündeln, um zur Verbesserung der Arbeitsmarktlage vor Ort beizutragen

Seit 2018 kooperieren wir mit dem Geflüchtetenwohnheim Zeughofstr. des Diakonischen Werks Berlin Stadtmitte und konnten seitdem mehrere Bewohner erfolgreich auf ihrem beruflichen Weg unterstützen.

Das Social Impact Lab, ein Inkubator für neue soziale Organisationen, war für uns da, wann immer wir es brauchten. Großer Dank für Euer engagiertes und zugleich unaufgeregt-unkonventionelles Möglichmachen!!

ANKOMMER. Perspektive Deutschland ist ein Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das sich an sozialunternehmerisch und gemeinnützig engagierte Menschen wendet, die mit innovativen Konzepten die gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe von geflüchteten Menschen verbessern möchten, etwa durch Zugang zu Bildung oder Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. Wir waren im Jahr 2017 Stipendiat dieses Programms.

Die Stiftung :do aus Hamburg hat uns ermöglicht, unser Projekt SprachWerk durchzuführen, durch das mehrere Geflüchtete ihre Deutschkenntnisse verbessern konnten – passend zu ihrem Beruf.

Pro bono Deutschland (UPJ) e.V. und die Anwaltskanzlei Latham & Watkins haben uns unentgeltlich und ganz hervorragend im Gründungsprozess, bei vielen anderen rechtlichen Fragen und vor allem auch bei der Umsetzung der DGSVO geholfen.

Stifter-helfen ermöglicht gemeinnützigen Organisationen günstig IT-hard- und software zu beziehen, auch uns. Vielen Dank!

Regelmäßig unterstützen uns außerdem Florian Haberstumpf (layout) und Simona Koch (Illustration).